Die deutschschweizweit expandierende Kurzfilmplattform «Kurz&Knapp» ehret in dieser Runde einheimisches Schaffen auf der Leinwand.
Das dritte «Kurz&Knapp»-Programm der Saison bleibt in der Schweiz und zeigt facettenreich, wie fremd und altbekannt, urschweizerisch und multikulturell das Ding sein kann, das man hierzustadte «Haamet» zu nennen beliebt. In bewährter «K&K»-Manier stehen Schweizer Jungfilmer neben alten Hasen und Profis der hiesigen Kurzfilmszene. Die Welt ist zu Gast in der Schweiz mit den Wettbewerbsfilmen der Helvetas, während die Volg-Tasche des Trendgrafikers in Andrea Schneiders «De Roni» Erinnerungen an die Kindheit auf dem Land weckt. Und wer schon immer wissen wollte, wie sich ein Kinnhaken von «Tatort»-Kommissar Stefan Gubser anfühlt, darf diese Runde «K&K» ebenfalls nicht verpassen!
Fr. 10.02.2012
«Tanzbar» – Soulful Music: DJs Natty B und Doublechin
Soul, Funk, Reggae, Calypso, Rap, Afro
«Tanzbar – dasch ganz glaar!» (G. Gress). Unsere Lieblings-B-Boys und -Soulbros ziehen Erlesenes und Partyknaller der unabgelutschteren Sorte aus der Singlebox. Well, Sugar: They Got More Soul!
Bereits die wilde Protofunkband Dyke & The Blazers schien die Tanzbar zu kennen und quasi aus ihrem Inneren in die Welt zu shouten: «Tell the world, sisters and my brothers, we got more soul!» Seither hat sich einiges geändert: Es gibt Ketchup in Plasticflaschen. Neil Armstrong machte einen kleinen grossen Schritt im Mondstaub. Die Migros erfand die Supercard. Und Thomas Feurer wurde Stadtpräsident auf Lebzeit. «Unsere» Dyke & The Blazers aber, sie heissen Natty B & Doublechin, und sie lieben die Musik, die sie spielen (anders als 99,2% der DJs heute). Das, Leute, ist Tanzbar. Alles tanzbar! Alles klar?!
Türöffnung: 22-4h
Eintritt: 10.-/5.-, ab 20 Jahren
Veranstalter:
TapTab
Sa. 11.02.2012
Dana van Delden (D), Beda (ZH), Dan@Work, Marc Maurice
«Knights Of The Underground»: Techno, Minimal, Tech-House
Die Untergrund-Ritter von Technohausen handeln nach der Weisen Losung: «Schwerter zu Tonarmen, Lanzenträger zu Seratoren. Und rocken, rocken, als gäbs kein Morgen!»
An diesem Abend steht die Garde der Pioniere an den Controls – der dekomässig gepimpte Club wird brodeln, sowas von! Dana von Delden tourt seit Jahren durch die Clubgemeinde: X – Herford, Sam’s Club Bielefeld, Fusion und Favela Club in Münster sowie die Love Parade sind nur einige ihrer Stationen. Die gebürtige Wertheranerin hat einen unverwechselbaren Sound, der Minimal-Techno und House umfasst, und lässt die Crowd ausrasten. Auch die weiteren Untergrund-Ritter der Tanztafelrunde – Beda, Dan@Work und unser Mainman Marc Maurice – sind seit 15 oder mehr Jahren in der Szene. Sie wissen genau, wie man die Nächte endlos macht und abfeiert.
Veranstalter:
TapTab und Knights Of The Underground
Fr. 17.02.2012
Breakdown Of Sanity (BE), Arise From The Fallen (D), Notorian Strike (AG)
HC/Metal In Concert: «The Last Sunset»
Als wär die Sonne zum letzten Mal untergegangen: Metalcore aus Bern und aus Bayern, dazu Deathcore made in Baden – die Hölle bricht los, gut so!
Das seit 2008 bestehende Berner Quintett Breakdown of Sanity hat eine ansehnliche Fanbase aufgebaut – ohne Unterstützung eines Labels. Ihren Metalcore reichern BoS mit Elementen aus verschiedensten Richtungen an (aktuelles, in Eigenregie releastes Album: «Mirrors»), immer auf der Suche nach dem eigenständigen Charakter. Letzten Herbst tourte man als Headliner durch halb Europa, «und das ist erst der Anfang», so die Band. Die bayrischen Arise From The Fallen aus Augsburg, Glött und Ulm schütteln ebenfalls heftigen Metalcore aus Saiten, Fellen, Stimmbändern und Amp-Speakern. Keine Spassband, man will die Leute auch zum Nachdenken anregen. Notorian Strike, ein junges Deatchcore-Quartett aus Baden, komplettiert das Line-up einer nicht unbrachialen Nacht.
Sa. 18.02.2012
DJs Eskei83 (D), Bazooka (Red Bull Three Style Champ), SHS Soundsystem, CutX
«Sky’s The Limit»: HipHop, R’n’B, Urban
Die wohl zurzeit besten DJs aus Deutschland und der Schweiz im «technischen» Bereich – Pfund500-approved! Wenn gegen oben der Himmel die einzige Grenze ist.
Fünf gewonnene DJ-Battles und die «Prinz»-Magazin-Auszeichnung «Best DJ» sprechen für sich, also für ihn: DJ Eskei83 ist einer der skillfullsten und meistbeschäftigten Plattenleger HipHop-Hausens. 2009 begleitete der Dresdener die US-Superstars Capone-N-Noriega («Def Jam») auf ihrer World Domination Tour als DJ. Daneben engagieren ihn Auto-, Energydrink- oder DJ-Technologie-Firmen für Promotouren und Events. Eskei83s Mix aus HipHop und Clubsounds supporten der gebürtige Schaffhauser Wizard Bazooka, Red Bull Three Style Champ, und unsere Locals vom SHS Soundsystem sowie CutXact. «Die wohl derzeit besten DJs aus Deutschland und der Schweiz im technischen Bereich», schwärmte unser Mann Pfund500 über dieses Line-up. Gegen oben ist nur der Himmel die Grenze. Yo!
Fr. 24.02.2012
K.O.S. Crew (ZH) und Real Rock Sound
«What A Bam Bam»: Reggae, Dancehall, HipHop
Sounds von der Karibikinsel. Partykompatibel ausgeliefert von unserem Fachpersonal: Nie war Skanken so easy wie heute!
Das Zürcher Soundsystem K.O.S. Crew, mit «Jamaica’s Finest» Residents im Exil und regelmässig zu Gast bei «WABB», schlägt die Hochnebeldecke zurück, ruft: Get Up, Stand Up! Und weckt mit unseren Residents Real Rock Sound und einer langen Nacht im Zeichen karibischer Burner den Hinterletzten aus dem Winterschlaf. So ruft das Murmeltier: Bam! Bam!
Sa. 25.02.2012
Tube & Berger (Kittball Rec./D), Support: Fredi B., Le Citadin & Elvis Cassetta (ZH)
«Tanzabend mit Anstand und Stil»: Tech-House Live
Was Anfang Neunziger als Punkband startete, ist zum Tech-House-Act mutiert – die Attitude aber ist geblieben. Tube & Berger drücken auf die Tube, da steppt der Bär noch ein bisschen ärger, nämlich: Bärger!
Jeder redet von ihnen: Die Singles von Tube & Berger gehen schon mal steil auf Nummer 1 der US-Billboard-Dancecharts: Wir reden von Tracks wie «Straight Ahead», «The Young And The Wild One» oder «Free Tribe». Ihr Sound ist muskulöser, aber verspielter Tech-House – das Liveduo ist einen weiten Weg gegangen seit dem Start Anfang der Neunziger, damals noch als Punkband. Was Tube & Berger nicht aufgegeben haben, ist diese Scheissegal-lass-es-uns-tun-Punkattitüde. Supportet werden T&B vom Zürcher Duo Le Citadin & Elvis Cassetta aus dem Fluk-Umfeld sowie unserem Mann Fredi B. «Boom! Boom! Boom! Boom!» (Rainer Maria Rilke)
Lärm aus der AmRep-Schule und mit Lust am Experimentieren. Zwei heftige deutsche Bands spielen für die TapTab-Galerie.
Von der «Visions» zur Platte der Woche gekürt: das aktuelle Dramamine-Album «Green Horse». Die fünf Münsteraner bewegen sich darauf im Feld zwischen Postpunk, Noise und Indie, von fern winken die Wipers oder Bands der ersten Emo-Welle à la Rites Of Spring. Dramamine ist also alles andere als die stets etwas einschläfernd wirkende Tablette gegen Reisekrankheit, die dem Quintett den Namen gab: Man hat grosse Riffs, Noisegewitter, hypnotische Schleifen – und gleichzeitig keine Angst davor, auch mal etwas poppig zu tönen. Der Wahlberliner Vierer Noem verortet sich selbst «im Fahrwasser von Pissed Jeans, im Schlagschatten von Flipper und im Universum von Jesus Lizard, so rotzig wie Black Flag und technisch wie Can.» Schöner. Lärm. Lärm auf der Galerie.