Der Soul Rabbi kommt zurück. Zusammen mit unserem Mann Doublechin dreht er crunchy-soulfulles Vinyl – alles gratis an der schon traditionellen Jazzfestival-(After-)Party bei TapTab. So ist Jazz läss! Soul Shalom!
Auch heuer hat das Schaffhauser Jazzfestival einen Latenight-Ableger bei TapTab. Los gehts mit der zur Tradition gewordenen Jazzlounge: Soul Rabbi ist bei TapTab ein stets gern gesehener Gast. Kinsternde Seven-Inches aus der Hochzeit von Soul und Funk zieht der Soul-Wanderprediger aus Frankfurt geschmackssicher aus dem kleinen grossen Koffer, um zu seinen Tunes selbst abzugehen wie der Lumpen am Stecken. Assistieren tut ihn bei diesem Unterfangen Schaffhausens Gewährmann punkto Soulmusic: Min-King-Shouter Philipp «Pippo» Albrecht aka Doublechin.
Rockdrummer, Punkroots-Basser, Frickelpopgitarrist, Analogsynthi-Freak und Jazzsaxer – vereint in ihrer Liebe zu Filmmusik: SFT wildert in der Welt der Horrormovies, 70s-Thriller, SciFi-Trash, Films Noir, XXX-B-Movies.
Science Fiction Theater sind ein kauziger Jazzsaxophonist, ein frickelnder Popgitarrero, ein Analogsynthi-Nerd, ein Bassist mit Wurzeln im Punk und ein Rockdrummer. Was Christoph Grab (sax, bcl, samp, casio), Felix Utzinger (g), Christian Rösli (keys), Valentin Dietrich (b) und Andy Wettstein (dr) vereint, ist die Liebe zur Filmmusik. Nach dem gefeierten SFT-Erstling «Pimp Town» erscheint nun «Horny Mutant» (wieder beim Berliner Label «Traumton»). In ihrem neuen Programm suhlt sich die Pulp-Truppe erneut genüsslich in der Welt der Horrorfilme, Siebzigerjahre-Thriller, Erotik-B-Movies, des Sci-Fi Trash und Film Noir. Für adäquate B/C/XXX-Visuals sorgt das Suffix Kollektiv.
It don’t mean a thing, if it ain’t got that e-swing! Klischée aus Bern verbinden fresh und frech Jazz und Electro, zu TapTab kommt man mit DJ und VJ – handgezeichnete Typos und Bilder swingen fürs Auge mit. Alors ça!
Klischée ist eine Electro-Swing-Combo aus Bern um die beiden Musiker Kilian Spinnler und Dominique Dreier, welche die beiden Musiken Jazz und Electro auf unkonventionelle Art amalgamieren. Live tritt Klischée mit dem hauseigenen VJ Benjamin Kniel, dem MC William «45 Degré» Bejedi sowie Sängerin Marena Whitcher auf. So swingen während des Sets die zur Musik passenden handgezeichneten Typografien, Bilder und Grafiken auf der Leinwand elektrisiert um die Wette. E-swing, Brother, E-swing! Die elektronische Afterparty besorgen unsere notorischen Partytiere Atomic Nick & Le Frère.
Bastian Heerhorst aka Fukkk Offfs Markenzeichen, die Four-to-the-floor-Bassline, bürstet dir das Zwerchfell auf Sturm. Wenn er nicht Rammstein oder Jan Delay remixt, legt er als DJ die Partybretter aus. Fukkk! Bzw. Lift offf!
Die «Aykaïsm»-Crew hat immer wieder ein gutes Händchen, wenns um Leute geht, die an den Decks mal kurz das Clubdach wegblasen. Für die aktuelle Partyrunde lud man Hamburgs Bastian Heerhorst, besser bekannt unter seinem DJ-Nickname Fukkk Offf, zu TapTab. Kein Clubgänger von Toulouse bis Tansania, der in den letzten 15 Jahren nicht zu Tracks unseres Mannes abgegangen wäre, als gäbs kein Morgen (es gibt ja auch keins...). Der DJ/Producer tourt um die Welt, releast auf seinem New Yorker Label «Coco Machete», auf «Citizen» für Pariser Electro-Hipster oder bei den Big Guns von «Universal», remixt Zombie Nation, Rammstein, Maral Salmassi, Acid Kids oder Jan Delay. BusyBusy! Schön, hat er endlich zu TapTab gefunden! Fukkk Offfs Trademark, die Four-to-the-floor-in-your-face-Bassline, wird auch diese Nacht regieren. Und unsere Locals klatschen dir weiter den Basswumms um die Ohren, dass dir ganz blümerant wird, partywohl!
«Stepp usem Reservat!» Kingston liegt im Chreis 3: Stereo Luchs macht Dancehall auf Tsüritüütsch. Singsangt über verschüttetes Bier auf neuen Schuhen, sexy Gemüse im Kühlschrank – und über Zürich, sein geliebtes Revier.
Die Musik klingt nach Kingston, Jamaica, die Stimme nach Chreis 3: Stereo Luchs bringt Dancehall ins Herz von Tsüri (falls die Stadt denn eins hat). Als langjähriger Sparringpartner und Tourbegleiter von Phenomden nahm er immer öfter selbst das Mikrofon in die Hand und haut jetzt folgerichtig sein erstes Album raus: «Stepp usem Reservat» heisst das Debüt, orientiert am Puls des modernen jamaicanischen Dancehall-Universums, geerdet in vier Jahrzehnten Reggaetradition. Die beiden Singleauskopplungen «Under mim Guinness» und «Dame» haben bereits Stammplätze in den Playlists von DJs/Radios gefunden. Live begleitet wird der Luchs von der No.-1-Reggae/Dancehall-Backingband Helvetiens, den Scrucialists. Supporten tun der junge Dübendorfemer Luca Bochicchio aka De Luca und die beiden Systems On Fire Sound und Real Rock Sound.
The Byrds und Dylan zählen sie ebenso zu ihren Inspirationsquellen wie Sonic Youth: Die kanadischen Cuff The Duke mixen Indierock und traditionellen Country/Folk zu mehrstimmigem Alt-Country, der Weizenfeldweite atmet.
Seit über zehn Jahren und mit etlichen Alben im Gepäck touren Cuff The Duke mit Homebase Toronto durch die Welt und verhandeln zum Teil schwere Themen wie Tod und Verlust mit dieser leicht zähneknirschenden Haltung, wie das die guten Cowboys tun. Aber auch mit Wärme, Charme und Honky Tonk. Es mag kalt und dunkle Nacht sein in der Prärie, doch am Horizont ahnt man schon den Morgen nahen. Das kanadische Quartett bedient sich bei Country und Folk, wie das Thirtysomethings tun, die mit Indierock sozialisiert wurden und dabei Americana und seine Updates neu entdeckt haben. Der Sound der Wüste, himmeltraurige Geschichten, verpackt in traumhafte, zum Teil upliftete Popsongs, die dich die Finger schnippen, die Hüften wippen lassen – ein Vibe von «California Dreaming» weht durch diese Musik, die zu gleichen Teilen rootsy und poppig ist.
Der halbdokumentarische «Rude Boy» begleitet The Clash auf frühen Touren, in «Roots Rock Rebel» erweisen etliche schwedische Bands (u.a. The Hive)s dem im Dezember 2002 verstorbenen Clash-Mastermind Joe Strummer die Ehre.
Eine «Camera Obscura» ganz im Zeichen von The Clash, für viele eine einer einflussreichsten Punkbands der ersten Stunde. Wobei: Man mag sich noch heute, fast 28 Jahre nach der letzten regulären Clash-LP, fragen, ob das denn wirklich Punk war, denn The Clash beackerten seit frühesten Tagen ein viel weiteres Feld: Pop, Reggae, Rap – Berührungsängste gab es nicht, konstante Grösse war jedoch die linkspolitische Ausrichtung. Gegen Establishment, Thatcher, National Front – mit The Clash war man immer am richtigen Ort in der ersten Reihe. Die ersten Jahre der Band zeigt der britische Film «Rude Boy» von Jack Hazan und David Mingay. Halbdokumentarisch begleitet der Streifen die Combo und den alkoholproblemgebeutelten Roadie Ray auf zwei Touren 1978 und bringt als Höhepunkt den Auftritt beim Rock Against Racism Carnival im Londoner Victoria Park. Essenziell! In der schwedischen Produktion «Roots Rock Rebel» (Balsam Hellström, 2003) erweisen diverse schwedische Bands The Clash und im Besonderen deren Frontmann Joe Strummer die Ehre. Grade mal zwei Monate nach dessen Tod im Dezember 2002 fanden sich Dutzende Musiker zusammen, um in wechselnden Formationen die Songs der «only band that matters» zu interpretieren. Dabei sind Punkrock-Urgesteine wie Ebba Grön, Sator, The Nomads sowie Leute von Brända Barn, The (International) Noise Conspiracy, Moneybrother, Hellacopters, Backyard Babies, The Hives und viele andere. Gegen Ende kommt dann gar noch Clash-Gitarrist Mick Jones dazu!
Ins Partywurmloch fallen und dorthin gespült werden, wo der Soundtrack deiner Jugend ewig weiterläuft: Tanz Macarena auf der Isla Bonita! Nimm den Joyride! Leb La Vida Loca! Riech wie Teen Spirit! Und: Jump Around!
Der Napoli-DJ/Producer Stefano Esposito feiert alte Househelden wie Todd Terry oder Kerry Chandler und steht auf Acid House, Ednaski aus Leeds zelebriert den funky Deep House der britischen Garage-Schule. Deeper and deeper!
Die letzte Indoor-Runde «TmAuS» führt tiief in die Garage: Bereits mit 14 legte Stefano Esposito in kleinen neapolitanischen Clubs auf, mit 17 begann er, eigene Musik zu produzieren. Als grosser Fan von Housepionieren wie Todd Terry oder Kerry Chandler hat er ein Faible für Oldschool House, er mixt ihn gern mit mehr deepem Shit, aber auch so launemachende Aciiid-Tönchen/Grooves poppen auf. Der aus Leeds stammende DJ/Producer Danny Ingham aka Ednaski liefert ein funky Set, das Deep House und Garage fusioniert und – lang lebe die britische Clubculture – extrem grooveverliebt daherkommt. Den würdig-feierlichen Anlass umrahmen unsere beiden so initi- wie kreativen Plattenleger-Zunftmeister Fredi und Mehr.
Flo Amslers Skatevideo über die SH-Szene ums Label «Ännvier» mit Homebase under the N4-Brücke feiert Premiere – danach shredden Mosa Nature musikalisch elegant zupackend und nehmen die Hindernisse im Sturm.
Florian Amsler und Mike Saxer haben zusammen mit weiteren Protagonisten der «Ännvier»-Szene ein Video übers Skaten in Schaffhausen gedreht. Die Kopfsteine in der Altstadt sind ein buchstäblich hartes Pflaster für Rollbrettangefressene, aber essenziell zum Skaten gehört ja seit je, dass man seine eigenen Playgrounds (er)findet und so die Stadt und Umgebung mit all ihren Nischen zum Teil ganz buchstäblich neu er-fährt. All dies feiert dieser Film ebenso wie ein weiteres zentrales Ding: das Ausprobieren immer neuer Tricks via Versuch und Irrtum (aka auf die Fresse fallen). Mosa Nature überführen die Filmpremiere darauf ins Konzert – Rune, Yannick, Gian-Luca und Joël haben sich trotz unterschiedlicher musikalischer Hintergründe gefunden. Die Enge der Kleinstadt hat auch ihre guten Seiten, sie führt dazu, dass sich die Szenen mischen müssen. Ihr neulich releastes Demo kategorisiert die Band wie folgt: «Alternative», «Stoner», «Hatefuckdestroy», «Kamikaze». Was, um die Kurve zu kriegen, dann ja verblüffend gut zum Skater-Spirit passt.
Die Afterparty des Rasafari-Openairs im Mosergarten bringt mit EKR einen wahren Titanen des CH-HipHop auf die TapTab-Bühne, ausserdem heizen unsere Locals hinter den Controls mit HipHop und Reggae/Dancehall.
Obits hauen Rock mit Einflüssen von Surf-Twang und Sixties-Garage raus – Soundtrack für die nächtliche Fahrt zu «Taco Bells» nach dem Regensturm. French Nails aus Landau tummeln sich in kantig-postrockigen Gefilden.
Obits-Sänger Rick Froberg ist ein alter Posthardcore-Hase: Mit seinem langjährigen Wegbegleiter John Reis gründete er 1986 zunächst die Band Pitchfork, ab 1990 spielten sie zusammen bei Drive Like Jehu, später initiierten sie die Hot Snakes. Seit 2006 hat Froberg, mittlerweile von der Westküste nach New York umgesiedelt, die Garagepunk-Band Obits am Start. Die passenderweise von «Sub Pop!» gesignte Combo spielt diese New Yorker Version von direkt zupackendem Garagenrock mit grossen Songs und leichtem Surf-Twang-Gitarren-Timbre. French Nails aus der Pfalz sind laut Eigendefinition «Post alles», eckig, rau. Die Band aus Landau beweist (ein)drucksvoll, dass aus Kleinstädten, die als pittoresk vermarktet werden, oft die wütend-energiereichste Musik kommt. Wir aus Schaffhausen kennen das ja...
TapTab-Timing: Unser Saisonschluss fällt mit dem Sommeranfang zusammen! Wir feiern mit Grill/Frittenbude pp. im Durchgang – und United Vibrations mit hotten Grooves/Bläsern/Raps aus der Fela-Kuti-Schule auf der Bühne.
Bevor unser Club sommerpausal die Türen schliesst, noch diese Party: Der Durchgang zur Kammgarn wird zum gedeckten Outdoorbereich mit Grill, Salatbar, Frittenbude, Festbänken, TapTab-DJs sorgen dafür, dass euch musikalische Sommerbrisen umwehen. Das Leben ist leicht. Und Remmi reimt sich auf Demmi. Später am Abend mischen die aus Deptford, Südlondon stammenden United Vibrations die TapTab-Bühne auf. Das Debüt des Quartetts trägt den schönen wie programmatischen Titel «Galaxies Not Ghettos», die Band liefert darauf Afrobeats in einem rauen, angepunkten London-Style aus, mit aufregenden Bläsern, politischen Raps und diesem Mördergroove, der dich reinzieht und nicht mehr rauslässt. Bis die Vöglein pfeifen. Danach heissts: Ab in den Sommer, rein in den Rhein! Auch outdoor wird Party sein! Ci vediamo!
Als Mitglied kannst du von vergünstigten Eintrittspreisen profitieren und bekommst die neue, scheissexklusive TapTab-Mix-CD mit Songs der vergangene Saison aufgetretenen Bands/Acts.

